Ein Hersteller von Testkartuschen für die Diagnostik von syndromischen Infektionskrankheiten suchte sich Unterstützung bei der Modernisierung seiner Produktion. Ziel war es, den Kartuschenherstellungsprozess vollständig zu automatisieren und gleichzeitig Verunreinigungen zu reduzieren. Die automatische Handhabung der Kartuschen basiert nun auf der autonomen Magnemotion-Förderwagentechnologie.
Genaue und rechtzeitige Testergebnisse können im Umgang mit Infektionskrankheiten den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen. Tatsächlich gehört zu den wichtigsten Fortschritten in der modernen Medizin die schnelle Diagnose, häufig über Diagnostika. Dank moderner Reagenzien und automatisierter Analysetechnik konnten in den letzten Jahrzehnten bedeutende Fortschritte bei der Diagnostik und den Syndrom-Infektiologie-Tests (SIDT) erzielt werden, sodass aufgrund von Laborergebnissen Krankheiten schnell erkannt werden und lebensrettende Behandlungen früher beginnen können. Dabei ist es von größter Bedeutung, dass bei der Handhabung der Patientenproben ausgeschlossen wird, dass die Proben verunreinigt werden, verderben oder verloren gehen.
Automatisierter Herstellungsprozess
Ein Marktführer im Bereich Diagnostik und SIDT verließ sich bei der Herstellung seiner Einwegtestkartuschen bislang vorwiegend auf manuelle Verfahren. Bei den Kartuschen handelte es sich um abgeschlossene Einwegmodule, die alle Chemikalien für die Isolierung, Verstärkung und den Nachweis von Nukleinsäure aus einer Patientenprobe für einen In-vitro-Diagnostikum-(IVD-)Test enthalten. Bei jedem manuellen Herstellungsprozess besteht die Möglichkeit, dass es zu Verunreinigungen kommt. Manuelle Prozesse können außerdem die Fertigungsqualität, Wiederholbarkeit und den Ertrag beeinflussen. Das Ziel des Testkartuschenherstellers war es daher, den Herstellungspungsprozess vollständig zu automatisieren und gleichzeitig Verunreinigungen auf ein absolutes Minimum zu reduzieren.
Die Schweizer Rychiger AG wurde für die die Konzeption und Herstellung der Testkartuschenlösung ausgewählt. „Die Lösung sollte die Handhabung der Kartuschen vollständig automatisieren, um die Prozessdurchgängigkeit sicherzustellen, potenzielle Verunreinigungen zu reduzieren und die Produktionskapazität zu erhöhen“, erklärt Bruno Lauener, Key Account Manager, Healthcare Sales bei Rychiger. Der Endkunde hatte bereits Erfahrung mit Automatisierungslösungen von Rockwell Automation, ebenso wie die Rychiger AG. Auch mit der autonomen Förderwagentechnologie Magnemotion kannte sich der Kunde aus, da er zuvor ein System mit dieser Technologie im eigenen Haus entwickelt hatte.
Beide Unternehmen waren sich einig, dass die neue Maschine auf der Magnemotion-Förderwagentechnologie aufbauen sollte, da sie die notwendige Flexibilität, Genauigkeit und Wiederholbarkeit für einen anspruchsvollen, mehrstufigen Fertigungsprozess wie diesen bietet. Gefragt war eine Lösung für die Beförderung leichter Lasten wie die Kartuschenkomponenten, die darüber hinaus vollständige Track-and-Trace-Fähigkeiten und schnellere Zykluszeiten bieten sollte. Eine präzisere Steuerung und intelligente Bewegungsabläufe können gleichzeitig dazu beitragen, Störungen zu vermeiden. Mit weniger beweglichen Teilen als bei herkömmlichen Systemen kann Magnemotion Wartungs- und Ausfallzeiten reduzieren und die Handhabung der Kartuschen vereinfachen, um die Gesamtproduktivität zu erhöhen und Prozesse besser wiederholbar zu machen.



