Im Bereich der austenitischen Edelstahllegierungen ist als typischer Automatenstahl mit Kurzspanbildung beim Zerspanen z. B. der 1.4305 (X10CrNiS189/X8CrNiS189) bekannt, wobei die Kurzspanbildung durch Zulegierung von ca. 0,15–0,35 % Schwefel (ca. zehnmal mehr als z. B. 1.4301 oder 1.4404) und entsprechender Bildung von spanbrechenden Mangansulfiden in der Legierung erreicht wird. Nachteilig bei diesem Werkstoff ist allerdings eine deutliche Reduzierung der Korrosionsbeständigkeit, die sich meist bereits beim chemischen Beizen, elektrochemischen Polieren bzw. bei der Passivierung ankündigt, wobei sich korrosive Reaktionen bei 1.4305 z. B. durch starke Geruchsentwicklung (faule Eier) infolge H2S-Bildung kenntlich machen.
© 2013 – ECV – Lexikon der Pharmatechnologie
