Mustererkennung in der industriellen Bildverarbeitung bezeichnet die algorithmische Identifikation und Lokalisation definierter Strukturen, Formen oder Merkmale in einem digitalen Bild. Grundlage ist der Vergleich eines aufgenommenen Bildausschnitts mit einem zuvor erlernten oder parametrisierten Referenzmuster. Klassische Verfahren basieren auf Template Matching, bei dem ein Referenzbild pixelweise mit dem Suchbild korreliert wird, oder auf geometrischen Methoden wie dem Generalized Hough Transform zur lage- und skalierungsinvarianten Formsuche. Moderne Ansätze nutzen merkmalbasierte Deskriptoren oder tiefe neuronale Netze (Deep Learning), die auch bei variablen Erscheinungsbildern, Verdeckungen und wechselnden Beleuchtungsbedingungen hohe Erkennungsraten erzielen. In der Praxis wird Mustererkennung zur Lagebestimmung von Bauteilen für die Roboterführung, zur Vollständigkeitsprüfung, zur Fehlerdetektion sowie als vorgelagerte Lokalisationsstufe für weitere Prüfalgorithmen eingesetzt. Entscheidend für die Zuverlässigkeit sind neben der Algorithmik auch Bildqualität, Beleuchtungsstabilität und eine repräsentative Datenbasis beim Training lernender Systeme.
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Mustererkennung
BildverarbeitungQuelle: wirautomatisierer-Redaktion