Das Industrial Internet of Things (IIoT) bezeichnet die Vernetzung von Maschinen, Anlagen, Sensoren und Steuerungssystemen in industriellen Umgebungen über IP-basierte Kommunikationsinfrastrukturen. Im Unterschied zum konsumorientierten IoT stehen beim IIoT die zuverlässige, echtzeitfähige und sichere Datenübertragung sowie die IT/OT-Konvergenz zwischen Feldgeräten, Edge-Knoten und übergeordneten IT-Systemen im Vordergrund. Grundlage bilden standardisierte Kommunikationsprotokolle wie OPC UA (für geräteübergreifende Interoperabilität und strukturierte Datenkommunikation) und MQTT (für leichtgewichtige Publish/Subscribe-Kommunikation Richtung Cloud/Edge); beide Protokolle sind komplementär und werden häufig kombiniert eingesetzt. Typische Systemarchitekturen folgen einem Modell aus Feldebene, Edge-Schicht und Cloud-Backend (drei Schichten gemäß IIC IIRA und Softing/IIC-Praxis; erweiterte Modelle ergänzen eine Fog-Schicht). Auf der Feldebene erfassen Sensoren Prozessgrößen wie Temperatur, Druck oder Vibration; die Edge-Schicht übernimmt Vorverarbeitung, Protokollkonvertierung und ggf. lokale ML-Inferenz; das Cloud-Backend stellt Rechenkapazität für Analysen, Dashboards und Machine-Learning-Modelle bereit. Einsatzfelder umfassen Predictive Maintenance, Energiemanagement, Qualitätssicherung und die Optimierung von Fertigungsprozessen. Sicherheitsaspekte wie Authentifizierung, Verschlüsselung und Netzwerksegmentierung sind in industriellen Umgebungen aufgrund der funktionalen Sicherheitsanforderungen und langer Anlagen-Lebenszyklen besonders kritisch; maßgeblicher Rahmen hierfür ist die Normenreihe ISA/IEC 62443.
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Industrie 4.0 & IIoTQuelle: wirautomatisierer-Redaktion