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    Potenzialwirkung
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    Lexikon Pharmatechnologie

    Potenzialwirkung

    Wirkung der antreibenden elektrischen Spannung bei der Elektrolyse. Bei der Elektrolyse versteht man unter einem Potenzial eine elektrische Spannung
    Veröffentlicht
    01. Januar 2013
    Lesezeit
    1 Minute
    Rubrik
    Lexikon Pharmatechnologie

    Bei der Elektrolyse versteht man unter einem Potenzial eine elektrische Spannung zwischen den Elektroden (Anode / Kathode), die einen elektrischen Stromfluss provoziert.

    Austenitische Edelstahloberflächen mit entsprechend ausgebildeter chromoxidreicher Passivschicht (Qualität je nach Vorbearbeitungszustand), welche in potenzialfreiem Zustand (keine äußere elektrischen Spannung anliegend) gegenüber berührenden Medien unbeschränkt korrosionsbeständig sind, können bei Potenzialbelastung im gleichen Medium unter sonst unveränderten Parametern (Temperatur etc.) plötzlich unerwartet Veränderungen bzw. Korrosionsschädigungen erfahren. Praxiserfahrungen haben gezeigt, dass z. B. durch Erdungskontakte Edelstahlbauteile plötzlich mit äußeren elektrischen Spannungspotenzialen belastet werden, welche in der jeweils zugehörigen Stromdichtepotenzialkurve eindeutig Positionen z. B. im transpassiven Bereich darstellen und insofern für Materialabträge bzw. (lokale) Korrosionseffekte (Korrosion) verantwortlich sind, ohne dass dies dem Anlagenbetreiber zunächst auffällt bzw. erklärbar wäre.

    Aufgrund dieser Erkenntnis ist es zu empfehlen, Edelstahlanlagensysteme im Betriebszustand auf unzulässige elektrische Potenziale prüfen zu lassen.

    © 2013 – ECV – Lexikon der Pharmatechnologie

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